Panik-Moment in Hamburg

IMG_8833Noch immer in Hamburg und das noch ohne Hotelzimmer, Ahnung von S-Bahn-Tickets und vor allem ohne großen Plan in der Tasche. Ich lief erstmal in Richtung S-Bahn Station um herauszufinden, was wohl so ein Tagesticket kosten soll. Ach wie schnell die Ernüchterung eintraf. Wenn du einfach null Plan von diesem Konstrukt namens “S- und U-Bahn Automaten” hast, LASS ES! Frag jemanden oder gehe zu Fuß! Ich ging erstmal zu Fuß. Dann kam ich auf die glorreiche Idee, den Protagonisten einfach mal anzurufen. Da stellte er eine Frage, die mir eine ganz große Erleichterung bescherte.

“Kann ich dich da irgendwo einsammeln?”. Oh ja! Ein paar Minuten später kam er schon mit seinem kleinen City-Flitzer um die Ecke und lud mich samt Gepäck in sein Auto ein. Diese Sorgenfalten produzierende Nummer mit “Großraum”, “Kleinraum” und “Wasweißichnochraum” in Sachen S-Bahn war somit Geschichte! ZACK! Genau so wie die Übernachtung.

Da durfte ich 2 Nächte beim Protagonisten verbringen. Tag 1 ankommen und beschnuppern, Tag 2 Filmemacher-Rock’n’Roll! Es wurden fast genau so viele Drehstunden wie am ersten Drehtag. Wahnsinn.

IMG_8873Hier kam zum ersten Mal meine neue Funkstrecke von Shure zum Einsatz. “Geiler Klang!” dachte ich mir, als ich das Monitorsignal hörte. Auch nach der Datensicherung nochmal kurz gesichtet und der Ton klingt schön satt. Bedeutet: Nicht zu hoch, nicht zu tief. Einfach gut und nahezu kein Rauschen. Jedenfalls kein überdeutliches Rauschen. Vielleicht ist das Lavaliermikrofon (Shure wl183 /Affiliate) nicht so empfindlich als meine alternativen  Lavaliermikrofone. Gut wenn man unter freiem Himmel aufzeichnet. Aber auf der anderen Seite könnte dass natürlich ein Nachteil sein, wenn beispielsweise ein Protagonist nicht laut genug spricht. Aber mal abwarten wie sich diese Funkstrecke und das Mikrofon im Laufe des Projekts noch schlägt. Erster Eindruck ist auf jeden Fall nicht negativ.

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Mein “Nacht-Setup” 😉 Bestehend aus: Couch, Kissen und Schlafsack.

Nachdem die Dreharbeiten beendet waren, klingelte mein Smartphone. Mist. Die Station in Bremen wurde verschoben! Panik! Verdammt, was mach ich denn jetzt?! Doch erstmal ganz ruhig bleiben und durchatmen. Ich wurde bis Mittwoch eingeladen zu bleiben. Was soll ich sagen. Tat ich auch!

IMG_8844Es war nett, man hat sich gut unterhalten und brauchte zudem eh noch ein paar Schnittbilder. Es passte also wunderbar. Jedoch muss ich gestehen, gab es am letzten Tage so eine Art “Leere”. Aber nicht auf Grund der Gastgeber! Nein. Eher dieser Leerlauf im Arbeitsablauf. Der fühlte sich nicht gut an. Ich hatte sofort gefühlte 1000 Sorgen. Aber alle Sorgen für die Katz! Total unnötig.

Ich verbrachte also noch einen sehr netten und angenehmen Abend mit meinen Gastgebern und fuhr am nächsten Tag von Hamburg nach Osnabrück. Jedoch hätte ich niemals erahnen können, was mich dort erwarten würde.

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