Hamburg, deine Perle – meine Nerven!

Das Projekt ist endlich gestartet und ich werde nach Hamburg kutschiert, damit ich von dort an meine Reise quer durch die Republik starten kann. Die ersten zwei Nächte verbrachte ich im Hotel. Achtung, der folgende Satz enthält ein bisschen Ironie: Sehr großzügig!

Frühstück für Filme-HeldenMeine Anreise nach Hamburg fand an einem Freitag statt. Bevor ich mit dem Auto hoch in den Norden kutschiert wurde, gab es noch auf Grund meines gesunden Schlafes ein “Frühstück für wahre Film-Helden”. Sprich: Kaffee und eine Milchschnitte. Das “Frühstückchen” mit Erdbeere stopfte ich in den Rucksack. “Für später”, ihr versteht schon. Da ich unter 2 Tassen Kaffee einfach nicht wirklich funktioniere, bekam ich während der Autofahrt noch einen Coffee to go. Großzügig. Ja, ich gestehe: ich war etwas muffelig. Das lag aber definitiv am Koffeeinmangel!

IMG_8726Kurz vor Hamburg gab es noch einen Zwischenstopp. Es gab Mittagessen. Hört sich erst nicht falsch an. Wenn ich aber nun sage, dass ich in der Kantine eines “schwedisches Möbelhauses” gespeist habe, klingt das schon wieder etwas anders. Nicht wahr?! Ich schnappte mir eine große Kartoffel (pfälzisch: Grumbeer) mit Quark (pfälzisch: weißer Kääs /Rezept-Link), mit einem Stück zu Tode marinierten Pute. Nun aber raus aus der Möbelhölle. Insgesamt (ohne Halt mitgerechnet) 4 Autostunden später war es dann soweit. “WO IST DER NORDEN?!” rief ich voll motiviert. Ich war endlich in Hamburg. Pünktlich dort angekommen, schloss sich der Himmel und es schüttete. Toll.
IMG_8767Kaum auf dem Zimmer angekommen, griff ich zum Smartphone und ließ meine Follower auf Twitter (@creatnet) wissen, dass ich nun in der Hansestadt bin. Darauf kam doch auch schon prompt eine Mitteilung. Kai (alias @Glanzwurst) arbeitet in Hamburg und wollte mal anklopfen, ob man sich nicht treffen wolle. Natürlich! Schön war es den alten trolligen Podcast-Kumpanen endlich mal wieder zu sehen. Uns verschlug es zum Abendessen in ein chinesisches Restaurant. Wir haben uns wirklich ausgezeichnet unterhalten. Die Zeit verflog und so war es auch schon Zeit um sich wieder zu verabschieden. “Bis Podstock und hau rein!” verabschiedeten wir uns nach einem obligatorischen Selfie. Wie gerne hätte ich mir an diesem Tag noch ein paar Ecken von Hamburg angeschaut. Aber es war nicht möglich.

Müde, kaputt und irgendwie nicht mehr aufnahmefähig. Hätte also ohnehin nix mehr gebracht. Also ab ins Hotel. Dort noch mit einem Riesling (wie es sich für einen Pfälzer nun mal gehört) ausklingen lassen und dann war es auch schon Zeit für’s Bett.

Denn am nächsten Tag ging es hochmotiviert zum Dreh mit Alexa und Alexander vom Hoaxilla-Podcast. Zuvor brauchte ich aber eines noch. KAFFEE! Da ich einfach zu geizig war die 11 Euro im Hotel pro Kopf für ein Frühstücksbuffet zu zahlen, packte ich mir mein benötigtes Equipment und zog in Richtung Stadt. Schon viel los hier. Wir ließen uns auf den Stühlen eines Cafes, die an der Straße standen nieder. Als wir unseren Kaffee schlürften, stöberte jeder noch ein wenig in der Karte. Immerhin schlug die Uhr bereits 11 Uhr und da könnte man ja bereits was zum Mittag verzehren. Jedoch haben wir uns anders entschieden. Denn pro Tisch ist wohl eine Karte gedacht. Wie ich darauf komme? Nun, der Kellner lief an mir vorbei, schnappte sich eine Karte in der gestöbert wurde und klatschte sie regelrecht auf den Nachbartisch. “Also hier lasse ich doch kein Geld!” meinte ich. Also zahlte ich brav unsere koffeinhaltigen Heißgetränke ( 😉 ) und gab wie es sich nun mal gehört KEIN Trinkgeld.  Süß wie der Kellner da so ziellos in seinem Geldbeutelchen herumstocherte in der Hoffnung, ich würde sagen “Stimmt so!”. Äh, ne?! Bestimmt nicht!

IMG_8787Eine Straße weiter sah ich plötzlich die Rettung. Und verdammt, ich hätte nie gedacht dass ich mal einen Tchibo-Store als Rettung bezeichne! Aber hier war es eben nun mal der Fall. Rein und gleich mal eine richtig schöne, große, heiße Tasse Kaffee gesichert. Großartig. Dazu noch eine Laugenstange. Das tat irgendwie sehr gut. Denn im Hotel hatte man ja weder etwas getrunken, noch etwas gegessen. Beim Aufenthalt in diesem “Rettungstempel” bemerkte ich, dass mein Mini-HDMI auf HDMI Kabel wohl einem Kabelbruch zum Opfer fiel. Meine Güte! Was machste jetzt!? Denn ohne dieses Kabel kann ich kein Bildsignal von der Kamera auf den Recorder bannen. Da half nur eines. Hoffnung! Smartphone raus, Alexander angesimst mit der Frage, ob er wüsste wo der nächste Elektromarkt sei. Er verwies mich auf einen Saturn-Markt am Bahnhof. Erstmal kein Problem. Sack und Pack über die Schulter und nichts wie ab zum Hamburger HbF. Dort aus der S-Bahn ausgestiegen, kam es auch schon zum ersten Zusammenprall mit sehr vielen bunt geschminkten Menschen, die allesamt Schlager-Songs zum besten gaben. Relativ lustig, ja. Auch freue ich mich sehr, wenn Menschen ihren Spaß haben.

Sowas ist halt schön. Aber wenn man es einfach eilig hat und verdammt nochmal nüchtern ist, hat man für unfreiwillige Umarmungen einfach keinen Kopf! Schnell versuchte ich dieser Menge zu entkommen und dabei hielt ich immer wieder Ausschau nach dem Elektrodiscounter. Beim Straßenseitenwechsel sah ich ihn dann plötzlich. Nichts wie hin! Voller Hoffnung rein und… ja. Da lag ein Mini-HDMI auf HDMI Kabel im Regal. EINS! Also, das Letzte seiner Art an diesem Tag. “Oh da haben Sie Glück! Die haben wir aktuell nachbestellt.” meinte eine Mitarbeiterin des Elektromarktes zu mir. Beim “Zur-Kasse-gehen” blieb ich an einem genialen Stück hängen. Eine Equipmenttasche die enorm viel Platz mitbringt und die man bei Bedarf noch als Trolly benutzen kann. SUPER! Aber stopp. 199 Euro stand auf dem Preisschild. Da rechnest du 2 mal und denkst 6x darüber nach. Letztlich kam ich zum Entschluss, dass dieser Trolly meine Rettung sein könnte. Meine Rettung davor, mit 4 verschiedenen Taschen um den Hals durch die Republik zu stolpern. Ein großer Reiserucksack und ein Trolly. Ja, das ist genial! So könnte es gehen! Also nahm ich ihn einfach mit. An der Kasse angekommen schnappte sich die Kassiererin den Trolly, scannte und plötzlich standen da 124 Euro auf dem Display. Ein lautes “YES!” kam aus meiner oft zu großen Klappe. Aber dieses mal verhörte ich mich nicht! Die Menschen um mich herum lachten und ich war auch happy. Sehr sogar. Denn dieses Ding ist eine große Hilfe bei dem ganzen Kram den ich so mit im Schlepptau habe.

Marc bei HoaxillaRaus ging es aus dem Markt und in Richtung des Termins mit Hoaxilla, zu dem ich nun 20 Minuten später als gedacht ankam. Aber die beiden nahmen mir das absolut nicht krumm. Wir tranken erstmal einen Kaffee, Wässerchen und lernten uns mal eben so kennen. Die Sympathie war sofort da. Eine tolle Voraussetzung für die Dreharbeiten. Die Stimmung war grandios und wir fingen dann irgendwann mal an mit unseren Dreharbeiten. Als ich das Gefühl hatte alles auf meiner Liste gefragt zu haben, schielte ich auf die Uhr. Wie im Fluge vergingen knapp 4 1/2 Stunden. Sensationelle 4 1/2 Stunden. Ich wollte ursprünglich gleich nach dem Einpacken wieder weg. Ha ha ha ha ha. Denkste! Erstmal weiter plaudern 🙂 Es war wirklich großartig. Irgendwann hieß es dann dennoch Abschied nehmen. Die Begrüßung war schon sehr nett, die Verabschiedung war herzlich. Davor erinnerte mich Alexander jedoch an das versprochene gemeinsame Selfie. Also gab es noch kurz sogar ein kleines Do-it-yourself-Blitzlichtgewitter im Wohnzimmer und dann ging es aber wieder zurück ins Hotel.

Während des Tages stand übrigens noch “Einfangen von Impressionen” auf meinem Zettel. Das konnte man sowas von knicken! Es regnete und der Himmel wollte einfach nicht aufklaren. Ach, was solls. Kann ja nicht immer Sonntag sein. “Machste morgen!” dachte ich mir. HA HA HA HA HA. Genau das gleiche Spiel!

Ausgesetzt in HamburgSonntag hieß es dann Auschecken. Mit einem großen Schritt übertrat ich die Hotelschwelle nach draußen und mir war klar: “Jetzt bist du auf dich alleine gestellt.”. Ab nun war die schöne Zeit im Hotel vorbei und der Roadtrip wurde somit gestartet.

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